Episode 51

2. Mai 2020

Heute kann ich wieder mein happy face aufsetzen, denn nach Regen folgt Sonnenschein. Das erste Regen heute, durch Sonnenschein. Blinzeln, Augen zusammenkneifen, ich lasse die Sonne rein. Dann die Erleichterung, ich muss gar nicht mehr aufstehen, ich tue es trotzdem.

Ab Montag weitere Lockerungen, schon in dieser Woche hat sich ein neues Statussymbol etabliert: Schlangen vor den Geschäften. Durch begrenzte Maximalanzahl im Geschäft, müssen Menschen warten. Stolz zücken Ladenbesitzer ihr Smartphone und halten ihre Trophäe für die virtuelle Nachwelt fest. In meinem Kopf höre ich Hardy Krüger Jr. sprechen, wie er über den Homo Covid in freier Wildbahn berichtet.

Ich freue mich für alle, die ein Stück weit Normalität in ihr Leben zurückholen, können und endlich dürfen. Ich denke oft darüber nach, wie es wäre, wenn die Lockerung für die Gastro kommt. Mit jedem weiteren Tag in der Postlockerung, tendiere ich dazu trotzdem nicht aufzumachen.

Ich kann mir ein geselliges Zusammensein, mit Spuckschutz, klinischen Zuständen und Mindestabständen einfach nicht vorstellen. Wie trinkt man einen Kaffee oder einen Cocktail mit einer Maske? Muss man dann Einweggeschirr benutzen? Meine umweltfreundlichen Mehrweg To Go Becher durfte ich aus hygienischen Gründen nicht mehr einsetzen. Flirten wäre bestimmt ziemlich einfach, hey ich bräuchte deine Kontaktdaten und ob Du alleine lebst für mein Coronaprotokoll.

Zum Glück gibt es momentan keine FFF Demos mehr, ist ja schliesslich jeden Tag schulfrei. All die Dinge die so kleine Läden, wie meinen ausmachen werden trotz Lockerung nicht möglich sein. Das kulturelle Leben leidet weiter.

Wie sind eure Erfahrungen bisher? Würde mich freuen, dass auch aus Ladeninhaber-Sicht zu hören.

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